..... wenn du immer fröhlich bist und Wehwehchen und Schmerzen ignorieren kannst, wenn du dich nicht beschwerst oder Leute mit deinen Problemen langweilst,
wenn du jeden Tag dasselbe essen kannst und dafür noch dankbar bist,
wenn du Verständnis dafür hast, dass die Menschen die du liebst,
zu beschäftigt sind, um Zeit mit dir zu verbringen,
wenn du darüber hinwegsehen kannst, dass die, die du liebst,
manchmal ohne Grund ihre Aggressionen an dir auslassen,
wenn du einen reichen Freund nicht besser als einen armen behandelst,
wenn du der Welt ohne Lüge und ohne Täuschung gegenüber stehen kannst,
wenn du wahrlich sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile
gegen die verschiedenen Rassen, Farben, Religionen, Weltanschauungen und politischen Meinungen gibt,
wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder
Erwartungen zu haben,
dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

Hermann Hesse

..... zündet die 4 Kerzen an. Die 4 Kerzen brennen eine Weile, da fängt die 1te an zu flackern und sagt : “mein Name ist Ehre, die Menschen haben all ihre Ehre verloren” und erlischt. Dann fängt die 2te Kerze an zu flackern und sagt : “ich heiße Glaube, die Menschen haben keinen Glauben mehr” und sie erlischt. Nun flackert auch die 3te Kerze und spricht : ” mein Name ist Frieden, Frieden gibt es heute nicht mehr” und sie geht aus. Das Kind fängt an zu weinen, da spricht die 4te Kerze : ” ich heiße Hoffnung, solange ich brenne, kannst du mit meinem Licht die anderen Kerzen anzünden.

unbekannt

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.
Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.
Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er was die anderen
und er noch lernen müssen.
Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.
Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.
Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiss wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein, ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.
Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.

1973 geschrieben von Carlo Karges, Berliner Gitarrist und Songwriter, bekanntester Text: »99 Luftballons«, gesungen von Nena. Diese Musik aus den 70er Jahren zeigt, dass Poesie und Rockmusik kein Widerspruch sein muss, sondern sich harmonisch ergänzen kann.